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Das neue Rektorat der Universität Roma Tre als Symbol für Nachhaltigkeit

25. Juni 2024

Der Universitätskomplex an der Via Ostiense liegt in einem städtischen Gebiet, das durch einzigartige ökologische und soziale Faktoren gekennzeichnet ist. Die Realität ist in ständiger Veränderung und Aktualisierung begriffen.

 


Der Entwurf für das neue Rektoratsgebäude der Universität Roma Tre stammt vom Architekturbüro Mario Cucinella.
Foto: © Università degli Studi Roma Tre


Fast drei Jahre sind seit der Einweihung des neuen Rektoratsgebäudes der Universität Roma Tre vergangen. Wenn man auf der Via Ostiense daran vorbeigeht, erscheint es dem Auge und dem Licht als eine ungewöhnliche, farbenfrohe Intervention in einem Stadtviertel, das durch die dichte Präsenz ehemaliger Industriearchitektur und ein unermüdliches, kontinuierliches Ferment der Umwandlung, Anpassung und Neufunktionalisierung gekennzeichnet ist.

 

Der von Mario Cucinella Architects entworfene neue Gebäudekomplex, der am 4. Oktober 2021 eingeweiht wurde, vereint drei elliptische Türme, einen Platz und einen erhöhten Garten in einem „Geflecht“ aus halbtransparenten Fassaden, die dank der Entfaltung einer Reihe von linearen vertikalen Elementen in mehreren Momenten durchlässige und undurchlässige Räume artikulieren. Diese sind auf einer höheren Ebene durch ein perfekt ebenes Zwischengitter verbunden, dessen Komplexität nur aus der privilegierten Perspektive einer Drohne oder einer Möwe, die über die Gewässer des nahe gelegenen Tibers fliegt, gelesen werden kann.

 


Aus der Vogelperspektive lässt sich die Komposition des Gebäudekomplexes gut erkennen: drei elliptische Türme und ein grünes Band dazwischen.

Foto: © Moreno Maggi


Die geschwungenen Linien und die große Menge an Glas verleihen der Architektur einen Eindruck von Leichtigkeit und Transparenz und stellen gleichzeitig einen harmonischen Dialog mit der Umgebung her; es ist ein Dialog, der nicht nur visuell und oberflächlich ist, sondern auch tiefer und bedeutungsvoller, da er mit jenen Anforderungen und Leistungen im Einklang steht, die den modernsten Kriterien der Nachhaltigkeit und dem bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen entsprechen.

 

Die Fassadenstruktur der drei Türme spielt in der Tat eine doppelte Rolle: Einerseits formt sie die architektonischen Volumina, andererseits setzt sie eine passive Strategie zur Erreichung eines Innenraumkomforts in die Realität um, die in den Bereich der bioklimatischen Architekturplanung fällt.

 

In dieser Disziplin ist die natürliche Belüftung ein wichtiges Instrument, um den Energieverbrauch des Gebäudes zu reduzieren, die Nutzung der eigenen Ressourcen zu optimieren und den Bedarf an mechanischen Heiz- und Kühlsystemen zu verringern. In diesem Zusammenhang ist es von Bedeutung, die Ausrichtung des Gebäudes und die Anordnung der verglasten Öffnungen so zu gestalten, dass die natürliche Belichtung maximiert und gleichzeitig die Luftzirkulation gefördert wird.

 

Schon die Form der Gebäude, aus denen sich der Rektoratskomplex zusammensetzt, wurde von MCA so konzipiert, dass die Absorption und Ableitung der Sonnenwärme durch Verschattungsvorrichtungen auf dem Dach und vertikale Begrünung an der Fassade optimiert wird.

 


Die Fassaden fördern nicht nur die natürliche Belüftung, sondern stellen auch einen Dialog mit der umgebenden Stadtlandschaft her und fördern so die harmonische Integration der Architektur in ihren Kontext.

Foto: © Moreno Maggi


Die Strategie der natürlichen Belüftung wurde während der Planungs- und Bauphase durch die Verwendung energieeffizienter Materialien, die Bereitstellung dynamischer Sonnenschutzsysteme und die Integration der Gebäudesysteme mit automatischen Licht- und Temperaturkontrollsystemen weiter verbessert. Diese Systeme ermöglichen es, die Öffnung der Fenster und die Bewegung des Sonnenschutzes in Abhängigkeit von den äußeren klimatischen Bedingungen und dem für die jeweilige Funktion des Gebäudes festgelegten Komfortziel zu variieren.

 

Die Fassaden der drei Türme, aus denen sich der Rektoratskomplex zusammensetzt, stehen mit ihrer Umgebung nicht nur auf die bisher erwähnte verborgene, stille Weise im Dialog, die sich im Grunde auf rein technische Aspekte bezieht. Vielmehr gibt es eine tiefergehende Verbindung, die die Formen und Texturen der architektonischen Elemente mit den Merkmalen der städtischen Landschaft verbindet und das Ganze in etwas Neues und sogar Unerwartetes verwandelt.

 

Dieser Artikel ist eine übersetzte Bearbeitung des Textes des Originalautors,
Nora Santonastaso

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